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08.06.2020
Publikationen zur Wirtschaft

Barometer Länder- und Branchenrisiken - Juni 2020

Country & Sector Risk Barometer: Q2 2020 Quarterly Update

Wenige Wochen nach den ersten Lockerungen der Massnahmen zur Eindämmung scheint sich die wirtschaftliche Aktivität in den meisten europäischen Ländern zu beleben. Etwa zwei Monate nach China wird diese allmähliche und teilweise Erholung jedoch die Auswirkungen der Eindämmungsmassnahmen auf das Wachstum nicht eliminieren: Die Tiefe der Rezession im Jahr 2020 (ein Rückgang des weltweiten BIP um 4,4% laut Coface) wird stärker sein als 2009. Trotz der erwarteten Erholung im Jahr 2021 (+5,1%) - falls die zweite Pandemiewelle ausbleibt - würde das BIP in den Vereinigten Staaten, der Eurozone, Japan und dem Vereinigten Königreich im Vergleich zu 2019 um 2 bis 5 Punkte niedriger bleiben. Die erwartete Zunahme der vorsorglichen Ersparnisse der Haushalte und die Streichung von Unternehmensinvestitionen, aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die Entwicklung der Pandemie, sowie die Unwiederbringlichkeit der Produktionsausfälle in einigen Sektoren (insbesondere im Dienstleistungssektor und bei den als Brennstoff verwendeten Rohstoffen), erklären das Ausbleiben eines raschen Aufholeffekts. Zwar haben die von den Zentralbanken ergriffenen Massnahmen seit April zur Stabilisierung der Finanzmärkte beigetragen, vor allem in den Ländern (primär in Westeuropa), die bisher vor allem mit der Erhöhung der Verschuldung zur Aufrechterhaltung der Produktionskapazitäten einiger Unternehmen beigetragen haben. Dennoch verschieben sie auch Anpassungen im Bereich der Beschäftigung und des Cashflows der Unternehmen.

 

(Publikation nur in ENG oder FRA erhältlich)

Despite public support measures, Coface anticipates that corporate insolvencies should increase by one third worldwide between now and 2021 compared to 2019. As already highlighted in our previous Barometer dated April 4, 2020, this trend should affect all of the main mature economies: United States (+43%), United Kingdom (+37%), Japan (+24%), France (+21%), Germany (+12%). However, many emerging economies (+44% in Brazil, +50% in Turkey) will also be disrupted by the economic consequences of lockdown measures combined with the fall in tourism revenues, expatriate workers’ remittances and revenues linked to the exploitation of commodities of which prices have fallen.

This sharp rise in the number of insolvencies reflects an increase of short-term corporate credit risk (6 to 12 months), of which Coface assesses the average level every quarter – per country, on a scale of eight notches – using macroeconomic, financial and microeconomic data. Unlike rating agencies, Coface’s Country Risk Assessment (CRA) does not aim to measure the insolvency risk of governments in the medium-term. Coface has taken into account the rise in credit risks observed during the previous quarter, which has resulted in 71 downgrades of CRA ratings, i.e. slightly more than 40% of the economies covered worldwide. The same applies to the 13 business sectors assessed in 28 countries representing 88% of world GDP, of which around 40% have been downgraded. Unsurprisingly, transport is the most affected sector because of the mobility crisis, followed by automotive and retail that were already in a weak position last year. At the other end of the spectrum, pharmaceuticals and, to a lesser extent, agri-food, the media and telecommunications segments of the ICT sector are the most resilient.

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