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20.12.2018
Länder- und Branchenbewertungen

Knappe Liquidität in Asien: aber keine düsteren Aussichten für 2019

Knappe Liquidität in Asien: aber keine düsteren Aussichten für 2019

Einige Länder in Asien sind unter massivem Liquiditätsdruck. Der Coface-Index zur Messung der relativen Anfälligkeit für Abflüsse deutet auf eine zunehmende Divergenz in Asien hin (...). Einige wenige Märkte werden von ihrer proaktiven Geldpolitik sowie ausreichend Reserven profitieren, andere geraten dagegen vermehrt unter Druck. Vor allem ist es eine Frage der relativen Nachhaltigkeit der externen Position im globalen Umfeld. Länder, die keine flexiblen Wechselkurssysteme haben, wird es zunehmend schwer fallen, Währungsschwankungen auszugleichen.

 

Eine straffere globale Geldpolitik hat die Liquidität aus den asiatischen Märkten abgezogen.

Die Zentralbanken haben weltweit die Normalisierung der Geldpolitik wieder aufgenommen, wodurch die Risiken für Liquiditätsabflüsse zugenommen haben. Um diese zu begrenzen, waren auch Zentralbanken in Asien gezwungen, dem von den USA festgelegten strafferen geldpolitischen Kurs zu folgen, obwohl sie sich in sehr unterschiedlichen Phasen ihrer jeweiligen Konjunkturzyklen befanden. Die asiatischen Schwellenländer erlebten 2018 einen Abwertungsdruck. As a result Philippines, Indonesia and India intervened on currency markets to smooth out exchange rate fluctuations. Indonesia and Pakistan took measures to limit imports in order to counter the pressures induced by widening trade deficits resulting from weaker currencies. Die Philippinen, Indonesien und Indien intervenierten an den Devisenmärkten, um massive Wechselkursschwankungen zu vermeiden. Indonesien und Pakistan ergriffen Massnahmen zur Begrenzung der Importe, um dem Druck entgegenzuwirken, der durch die Ausweitung der Handelsdefizite aufgrund schwächerer Währungen ausgelöst wurde. Diese Situation erinnerte an die asiatische Finanzkrise von 1997.

 

Weder synchronisierte Erholung noch synchronisierteR Abschwung

Die Region ist heute besser in der Lage Abflüssen standzuhalten, was auf viele Faktoren zurückzuführen ist, darunter variable Wechselkurse, Leistungsbilanzüberschüsse, Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) aber auch zunehmend Auslandsüberweisungen von Expats. Ebenso sind die Devisenreserven gestiegen und bleiben in den meisten Fällen auf einem angemessenen Niveau. Die relative Nachhaltigkeit der realen Außenpositionierung bleibt jedoch in einigen Fällen problematisch. Fremdwährungsreserven können natürlich kurzfristig genützt werden, um diese Position zu halten. Das ist jedoch zumeist nicht nachhaltig, weshalb Coface erwartet, dass einige asiatische Schwellenländer aufgrund solcher Ungleichgewichte künftig Schwierigkeiten haben werden.

Der Coface-Index zeigt eine unterschiedliche Belastung der asiatischen Schwellenländer. Der Grad der Gefährdung variiert, je nach vorhandener Schwachstelle und der Fähigkeit, durch Reserven zu kompensieren und diese Risiken abzuwehren. Es ist wahrscheinlich, dass Investoren vielfach einen Schritt voraus sind. Die aktuellen Bewertungen sind möglicherweise nicht fundamental gerechtfertigt – im Kontext starker wirtschaftlicher Grundlagen, einer proaktiven Geldpolitik und der Tatsache, dass einige dieser Märkte über genügend „Munition“ verfügen, insbesondere an der Devisenreservefront, um Abflüssen auf absehbare Zeit zu widerstehen.

Allerdings werden einige asiatische Schwellenländer den Druck, dem die Region weiterhin ausgesetzt ist, stärker spüren als andere. Als Folge der zunehmenden Bedrohung durch den Handelskrieg zwischen den USA und China haben sich die Märkte wieder einmal in einen „Risiko-An“ Modus gebracht. Dies erklärt die Abflüsse aus Ländern, die an sich gut abgeschnitten haben. Darüber hinaus trugen die höheren Ölpreise im Jahr 2018 zu einem verlangsamten Wachstum bei. Ein Szenario, das 2019 nicht ignoriert werden kann. Coface geht davon aus, dass die Brent-Preise 2019 im Durchschnitt bei knapp 75 US-Dollar pro Barrel bleiben werden. Die Dynamik des Kapitalabflusses wird auch weiterhin von der Geschwindigkeit der geldpolitischen Straffung in den USA abhängen. Das Coface-Basisszenario impliziert eine Verlangsamung des Zinsanstiegs der Fed (zwei Anstiege 2019 gegenüber vier 2018), da die Inflation bereits unter das 2%-Ziel der Fed gefallen ist.

 

 

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