Im Spitzenski kann ein einziger Fehltritt eine ganze Karriere beenden. Im internationalen Handel kann ein falsches Risiko ein ganzes Unternehmen gefährden. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Coface in der Schweiz zeigten die Olympiasiegerin Dominique Gisin und Coface-Experte Wolfgang Mohr, welche Lehren diese beiden Welten im Umgang mit Risiken voneinander ziehen können.
Um drei Jahrzehnte Tätigkeit in der Schweiz zu würdigen, lud Coface die ehemalige Profiskirennläuferin und Physikabsolventin Dominique Gisin ein, um über Risikomanagement im alpinen Skisport zu sprechen. In seinen einleitenden Worten betonte Christian Moins, Country Manager Switzerland von Coface:
Resilienz besitzt in der Wirtschaft wie im Sport eine enorme Bedeutung. Beide Bereiche können wahrscheinlich voneinander lernen, welchen Beitrag hierbei das Risikomanagement leistet.
Analytischer Ansatz wird zur Grundlage des Erfolgs
Die Olympia-Siegerin in der Abfahrt von Sotschi 2014 erläuterte dem Publikum in Zürich, wie ihre Erfolge durch einen analytischen Umgang mit Risiken geprägt und auch ermöglicht wurden. Diese Perspektive war für Gisin zentral geworden, nachdem sie bereits in jungen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. So entwickelte sie mit ihrem Team datenbasierte Strategien für die Rehabilitation, das Training und die Wettkämpfe. „Niemand hat es nach solchen Vorfällen bis ganz oben geschafft“, erklärte sie und stellte ihren eigenen Erfolg klar in den Kontext der rationalen Analyse von Risiken und Chancen.
Im Gespräch zogen Dominique Gisin und Coface-Experte Wolfgang Mohr deutliche Parallelen zwischen Handelsbeziehungen und dem Leistungssport.
Fundierte Daten sind auch für Coface matchentscheidend. Nur so können valide Risikoprofile von Unternehmen entstehen und eine rasche Reaktion erlauben.
erklärte der Vertriebsleiter von Coface Schweiz.
Expertise entfaltet ihre Wirkung nur mit Vertrauen
Als zentralen Erfolgsfaktor bezeichneten beide zudem eine vertrauensvolle Beziehung zu beratenden Fachleuten. An der Seite der Spitzensportlerin stand etwa der Psychologe Christian Marcolli. Mit ihm hatte sie unter anderem verhindern können, dass Erinnerungen an Unfälle sie am Startblock blockieren. Mohr unterstrich, Kreditversicherer und Risikomanager besässen stets auch eine Beraterrolle. Coface sehe es als seine Aufgabe, Schweizer Unternehmen gerade unter komplexen Marktbedingungen verlässlich zu begleiten.
Dabei sind laut dem Experten Erfahrung, Domänenwissen und Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten gefragt. Für Coface bezeichnete er das weltumspannende Netz von Dependancen in 80 Ländern mit Fachleuten und Ansprechpersonen als entscheidenden Vorteil. Coface kombiniere globale Daten mit lokaler Expertise.
Auf diese Weise können wir Schweizer Unternehmen dabei unterstützen, Risiken zu steuern, Aktivitäten abzusichern und Chancen für nachhaltiges Wachstum zu nutzen.
Ob im Spitzenskisport oder im internationalen Handel, folgerte Dominique Gisin, Risikomanagement sei niemals eine Einzelleistung.
Erfolg beruht auf der Fähigkeit, auf Expertenrat zu vertrauen, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und auch unter unsicheren Bedingungen gut abgestützte Entscheidungen zu treffen.



