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06.02.2024
Länder- und Branchenbewertungen

Coface stuft Schweiz bei Risikobewertung auf Bestwert hoch

Coface verbessert die Risikobewertung der Schweiz

Wir haben gerade unser jüngstes Barometer veröffentlicht, in dem wir die Schweiz als eines der Länder mit dem geringsten Ausfallrisiko für Exportkredite bewertet haben. Aus diesem Grund haben wir die Länderrisikostufe von A2 auf A1, die niedrigste Risikostufe, herabgesetzt. 

 

 

 

 

GERINGES AUSFALLRISIKO DER SCHWEIZ   

Zur Begründung gibt Coface an, dass die schweizerische Inflationsrate seit Juni 2023 ununterbrochen unter dem 2-Prozent-Ziel der Schweizerischen Nationalbank liege. Auch für das Jahr 2024 geht Coface davon aus, dass die Schweizer Inflationsrate unterhalb der SNB-Zielvorgabe liegt. Die Schweizerische Nationalbank habe die Zinssätze „relativ mild“ auf 1,75 Prozent erhöht und es seit Juni 2023 dabei belassen. Zudem zeigt ein Schaubild zur Entwicklung einzelner Branchen in westeuropäischen Ländern, dass die Schweizer Agrar-Nahrungsmittelbranche von hohem auf mittleres Risiko aufgewertet wurde. Nur Italien und Frankreich sind ebenso gut bewertet.

 

Unter den insgesamt 162 analysierten Ländern hatte Coface das Ausfallrisiko zuletzt einzig in Norwegen mit A1 als sehr gering eingeschätzt. Neben der Schweiz wurde in diesem Barometer auch Dänemark auf A1 aufgewertet. Belgien stieg zu A2 auf. Das Gros der europäischen Staaten liegt bei A3. Mit Israel wurde nur ein Land herabgestuft, von A2 auf A3.

 

 

AUSBLICK AUF DIE WELTWIRTSCHAFT UND KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN

Insgesamt geht Coface nach einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im vergangenen Jahr, für das aktuelle Jahr 2024 von einer Wachstumsrate von 2,2 Prozent aus und verweist auf die Unsicherheiten in verschiedenen Regionen der Welt: «Geopolitische Risiken spielen eine immer grösser werdende Variable bei Konjunkturrisiken. Da diese kaum zu prognostizieren sind, bleibt die Unsicherheit von Wirtschaftsprognosen extrem hoch», sagt Christiane von Berg, Coface-Volkswirtin für die DACH-Region.

 

Da die Kerninflation in den meisten entwickelten Währungsräumen immer noch doppelt so hoch sei wie das Ziel der Zentralbanken, „wird die Herausforderung im Jahr 2024 darin bestehen herauszufinden, ob die seit mehr als 18 Monaten laufende restriktive Geldpolitik ausreicht, um die Inflation auf den letzten Drücker noch auf 2 Prozent zu senken.“

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Julie SOUM

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